TIPPING POINT
Ein audio-visuelles Projekt von Jan Galega Brönnimann und Optickle trifft auf experimentierfreudige Gäste der Jazz- und Improvisationsszene.
Für die Performance in Passau konnte die Nürnberger Harfenistin Maja Taube gewonnen werden.
Seit der Jahrtausendwende weist die Klimaforschung darauf hin, dass sich der Klimawandel nicht nur linear entwickelt, sondern dass es zu abrupten Wendepunkten und irreversiblen Veränderungen von globaler Tragweite kommen kann. An den Kipppunkten, den Tipping Points, kann die Entwicklung eineunvorhersehbare Wende nehmen, wie beispielsweise einem Kollabieren der Meeresströme.
An diesem Kipppunkt setzt das Projekt «tipping point» an, eine Kooperation von galega_optickle (Jan Galega Brönnimann, Samuel Radvila, Manuel Schüpfer, Hugo Ryser) mit verschiedenen Musikern, die nach Ausdrucksformen für die Kontingenz aktueller klimatischer Entwicklungen sucht und dabei produzierte und spontan improvisierte Ton- und Bildkompositionen mit ungewissem Ergebnis verbindet.
Die Visuals basieren teilweise auf Messdaten von Temperaturschwankungen seit Messbeginn bis 2020. Extremschwankungen werden bildlich dargestellt: Slowmotion-Aufnahmen von ausgetrocknetem Schwemmholz, gefilmte Flammen bewegen sich synchron zur Musik und werden abgelöst und kontrastiert durch abstrahierte Eiswelten.
galega_optickle:
Der Bassklarinettist, Komponist und Elektrotüftler Jan Galega Brönnimann und der Videokünstler Samuel Radvila (Optickle) wurden mit dem Projekt „Climate Risk Index“ für den Kunstwettbewerb der Blauen Nacht 2020 in Nürnberg ausgewählt. Dieses Projekt benutzt Schadensdaten zu Extremwetterereignissen als Seismographen für den Klimawandel. Es holt die abstrakte Form solcher Daten zurück ins Analoge und macht sie mit Hilfe von Bild und Ton konkret fassbar.
Termine:
- Sa, 12.12.26 20:00 Uhr